NADOKlive MIND3 SQR-BW Protokoll (2014) Erste Seite
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Implementierung

Implementierung von Dokumentation und Qualitätssicherung am Notarztstandort

1. Klärung von Zuständigkeit und Verantwortung (Delegation möglich)

  • Protokollierung und Dokumentation der Fälle/Einsätze: Notarzt
  • Dateneingabe incl. Plausibilität: Notarzt
  • Validierung der Datensätze: Ärztlicher Leiter/LNA
  • Auswertung der Daten: Ärztlicher Leiter/LNA
  • Datenexport für externe Qualitätssicherung: Ärztlicher Leiter/LNA

 

2. Information von betroffenen Institutionen

  • Wenn personenbezogene Daten eingeben werden sollen betrifft dies zum Beispiel den Betriebsrat bzw. die für Datenschutzfragen zuständige Stelle.

 

3. Beschaffung der Komponenten des NADOK Systems 

  • NADOKlive Formulare und Software: Fa. Datepec, Pliezhausen
  • Hardware: Standard PC unter Windows XP und höher, Scanner, Laser Drucker
    Komponenten auch "for Rent" verfügbar

 

4. Installation der Dateneingabestation

  • optimal als Standort sind z.B. Notarztzimmer, Sekretariat, ...

 

5. Weitere Detailfragen

  • Klärung im Aufnahme-Krankenhaus, ob NADOKlive Protokollnummer in das KIS als Softwareschnittstelle implementiert werden kann => Option auf Datenaustausch der Klinikdaten: ICD, ICPM, Liegedauer ICU und KH, exitus.
  • Klärung mit der Rettungsleitstelle, die NADOKlive Protokollnummer einsatzbezogen als Datenfeld anzulegen

 

6. Einweisung der ärztlichen Mitarbeiter und des nichtärztlichen RD Personals

  • Einweisung ins Programm gemäß Handbuch.
  • Einsatzabwicklung wie gewohnt (Befunderhebung nach ABCDE Algorithmus, Therapie, Übergabe)
  • Einsatzzeiten von Leitstelle abfragen (Rett.Ass / NEF Fahrer) bzw. online Übertragung
  • Patientenübergabe mit NADOKlive Protokoll (gelb - Patient, Original - NA, weiß - RD)
  • zeitnahe Dateneingabe in das NADOKlive System incl. Plausibilitätsrüfung und Validierung 

Finanzieller Aufwand

Die DATAPEC gmbH bietet mittlerweile (Stand September 2009) das NADOKlive System als Mietsystem an. NADOKliver for Rent beinhaltet das NADOKlive Formularset, den Datenexport der Einsatzdaten nach MIND2 sowie den Datenexport zum Deutschen Reanimationsregister der DGAI. Darüber hinaus sind die Analysen und Statistiken der Standardauswertung enthalten.

 

Auswertung der Daten - Interne Qualitätssicherung

  • Die Standardauswertung ist jederzeit ohne besondere EDV Kenntnisse möglich, der Auswertezeitraum frei wählbar, Auswahl zwischen Notarzt- oder Rettungseinsatz.
  • Eigene Auswertungen direkt auf der Datenbank mit Programmen / Tools wie MS-Acces, Crystal Report. Katalog- und Feldbeschreibung in der NADOK Dokumentation (EDV Kenntnisse erforderlich).
  • Eigene Auswertungen auf der Basis des MIND2 oder MIND3 Export.

 

Auswertung der Daten - externe Qualitätssicherung

  • Zusendung einer Standort ID durch die LÄK Baden-Württemberg (nur noch 2013)
  • MIND2 Export für vorgewählten Zeitraum durchführen (Anmeldung mit Administrator Rechten, EQS Button anwählen, Datei wird im Hauptverzeichnis von NADOK abgelegt: mind.exp
  • Versand (elektronisch oder per Diskette) an die Projektgeschäftsstelle der Ärztekammer Baden-Württemberg, dort erfolgt Anonymisierung und Prüfung und Weiterversand an Zentrale Auswertungsstelle.
  • Dieses Verfahren wird nur noch 2013 praktiziert, danach praktiziert SQR-BW ein modifiziertes Verfahren.

 

Möglichkeiten für angewandte Qualitätssicherung - Qualitätsmanagement

  • Lokaler Qualitätszirkel - Notarzt Round Table
    • Ergebnispräsentation und Analyse
    • Einzelfallpräsentation und Analyse
    • Projektentwicklung und Verlaufsbeobachtung (Einführung neuer Verfahren)
  • Bereichsausschuss mit Kostenträgern und Leistungserbringern
    • Ergebnispräsentation durch den Leitenden Notarzt (LNA) im Bereichsausschuss, er ist in Baden-Württemberg lt. Rettungsdienstgesetz für die Qualitätssicherung zuständig
  • in Baden-Württemberg hat die SQR-BW als unabhängige Einrichtung die Aufgabe der externen Qualitätssicherung übernommen.